TSV Beachvolleyball Anlage

Geschrieben am 27.09.2020 um 10:55 von Michael Gruner.

Auch wenn Meerdorf kein Meer hat, kann ab sofort hier Beachvolleyball gespielt werden. Die Zwangspause durch das Coronavirus hat der TSV Meerdorf genutzt, um auf dem vereinseigenen Sportplatz eine Beachvolleyballanlage zu errichten. Dabei sah sich das Bauteam um Fuballabteilungsleiter Frederik Buchholz mit ungeahnten Herausforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Wie der Heimatverein Meerdorf recherchiert hat, war der sdliche Teil des Grundstcks Masch mit vier Baracken, von denen jede etwa zwlf Meter breit und 30 Meter lang war, bebaut. Der Vorsitzende des Ortsheimatvereins, Bernd Meier, kennt die Details: Die Baracken dienten ber mehrere Jahre hinweg unterschiedlichen Zwecken: als Unterkunft fr Truppenteile, fr Fremd- beziehungsweise Zwangsarbeiter, als Lager fr Kriegsmaterial und spter als Ladengeschfte. Nachdem der TSV Meerdorf durch die Rewe-Vereinsscheinaktion einen kompletten Volleyballsatz - bestehend aus Netzstangen und Grundlinien - gestiftet bekam, dachten sich TSV-Fuballer Christoph Kaulbars und Fuballabteilungsleiter Frederik Buchholz: Lass uns doch eine Beachanlage bauen! Am 23. Mai erfolgt der erste Spatenstich. Von da an wurde jeden zweiten Samstag unter Einhaltung der Coronaregeln eine 375 Quadratmeter groe - den nationalen Volleyballbestimmungen entsprechend - Grube ausgehoben. Und letztlich mit Unkrautvlies und spter feinstem Sand aus dem Meerdorfer Kieswerk und aus Christoph Kaulbars Garten aufgefllt, erinnert sich Buchholz. Noch bevor hier der erste Ball fliegen kann, gab es die groe berraschung: Der Erdaushub gestaltete sich sehr schwierig, da unerwartet Barackenreste des Zweiten Weltkriegs vorhanden waren, erklrt er weiter. So musste tiefer als geplant ausgehoben und mehr Sand geordert werden, was unerwartete Kosten mit sich brachte. Stefan Honrath, Leiter der Volksbank BraWo Direktion Peine, lie die fleiigen Jungs nicht im Stich und erhhte kurzerhand die bereits fr das Projekt zugesagte Spendensumme auf insgesamt 1500 Euro aus den Mitteln des Gewinnsparens. So ein Projekt frdert den Zusammenhalt im Ort und bringt Alt und Jung zusammen, da war es fr uns selbstverstndlich, die unerwarteten Mehrkosten aufzufangen, sagt er. Dass die Meerdorfer dabei nicht nur ein Herz fr den Sport haben, beweisen sie mit der Verwendung des Erd-Bauschutt-Aushubs. Der dient jetzt aufgeschttet als Ball-Fang-Wall am hinteren Teil des Sportplatzes und wurde mit einer Wildblumenmischung, gespendet von Hartmut Buchholz, bepflanzt, erklrt das Bauteam.

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